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Komponist Wilhelm Petersen neu bei Lienau

Komponist Wilhelm Petersen neu bei Lienau
 

Die Werke des Darmstädter Komponisten Wilhelm Petersen werden ab sofort exklusiv vom Robert Lienau Musikverlag betreut und ausgeliefert.

Der Robert Lienau Musikverlag und die Wilhelm-Petersen-Gesellschaft e.V. werden bei der Verbreitung seiner Musik zusammen arbeiten. Petersens Musik fügt sich bestens in das Verlagsprogramm ein, hier erschienen u.a. Werke seiner Zeitgenossen Paul Juon und Hans Chemin-Petit.

Wilhelm Petersen galt zu Lebzeiten als eine bedeutende und bekannte Persönlichkeit der Stadt Darmstadt. Petersen wurde am 15. März 1890 in Athen geboren. Sein Vater war Hofprediger bei König Georg I. von Griechenland. Ein Jahr später zog die Familie zurück nach Deutschland, wo der Vater 1892 Pfarrer der Stadtkirchengemeinde in Darmstadt wurde. 1908 ging Wilhelm Petersen zum Studium nach München. Er war dichterisch hoch begabt und schloss sich dem Dichterkreis um Stefan George an. Er studierte Komposition bei Friedrich Klose und Rudolf Louis sowie Dirigieren bei Felix Mottl. Seinen ersten großen kompositorischen Erfolg erlangte er mit der Uraufführung seiner 1. Symphonie c-Moll op. 3 beim Tonkünstlerfest des Allgemeinen deutschen Musikvereins 1921 in Nürnberg. 1926 erhielt er den hessischen Georg-Büchner-Preis für eine seiner frühen Kompositionen. Neben seiner Arbeit als Komponist schlug er eine akademische Laufbahn ein und erhielt 1935 eine Professur an der Musikhochschule in Mannheim.

1930 wurde seine bemerkenswerte Große Messe op. 27 unter Karl Böhm in Darmstadt uraufgeführt und erreichte mehrere Aufführungen innerhalb Deutschlands. 1937 wurden weitere Aufführungen der Messe durch die Nazis verboten. Die letzte bedeutende Uraufführung in Petersens Leben war 1941 die viel beachtete Oper „Der Goldne Topf“ nach E.T.A. Hoffmann in Darmstadt, zu der er auch das Libretto schrieb. Zwischen 1940 und 1950 schrieb er noch einige Werke für Kammermusik, Konzerte und Orchestersuiten und gab danach seine Tätigkeit als Komponist auf.

Krankheit und Resignation bestimmten die letzten Jahre seines Lebens. Seine 1949 wieder aufgenommene Arbeit an der Musikhochschule in Mannheim musste er nach zwei Jahren wieder aufgeben. Wilhelm Petersen verstarb am 18. Dezember 1957 in Darmstadt.